
Die Kinder- und Jugendmedizin bietet zahlreiche Möglichkeiten zur fachlichen Spezialisierung. Ärzte können sich dabei auf bestimmte Organsysteme, Krankheitsbilder oder Altersgruppen konzentrieren und ihre Expertise gezielt ausbauen. Die vom SIWF geführten privatrechtlichen Schwerpunkte reichen von der Neonatologie über die pädiatrische Kardiologie bis hin zur Entwicklungspädiatrie oder Kindernotfallmedizin. Dadurch eröffnen sich vielfältige Karrierewege in spezialisierten Kliniken, universitären Zentren und interdisziplinären Teams. Welche Schwerpunkte zur Auswahl stehen und welche Voraussetzungen dafür gelten, zeigt der folgende Überblick.
Inhaltsverzeichnis
- Diese Schwerpunkte gibt es
- Schwerpunkt Pädiatrische Endokrinologie-Diabetologie
- Schwerpunkt Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung
- Schwerpunkt Pädiatrische Kardiologie
- Schwerpunkt Neonatologie
- Schwerpunkt Pädiatrische Nephrologie
- Schwerpunkt Neuropädiatrie
- Schwerpunkt Pädiatrische Onkologie-Hämatologie
- Schwerpunkt Pädiatrische Pneumologie
- Schwerpunkt Pädiatrische Rheumatologie
- Schwerpunkt Entwicklungspädiatrie
- Schwerpunkt Kindernotfallmedizin
- Karriere und Lohn in der Schweiz
Das Wichtigste zu den pädiatrischen Schwerpunkten auf einen Blick
- Mögliche Spezialisierungen: Pädiatrische Kardiologie, Neonatologie, Neuropädiatrie, Kindernotfallmedizin und weitere Schwerpunkte
- Dauer: Meist 3 Jahre, Entwicklungspädiatrie und Kindernotfallmedizin in der Regel 2 Jahre
- Voraussetzungen: Für die pädiatrischen Schwerpunkte ist grundsätzlich der Facharzttitel Kinder- und Jugendmedizin erforderlich
- Inhalte: Vertiefte Kenntnisse in Diagnostik, Therapie, Prävention und langfristiger Patientenbetreuung
- Tätigkeitsfelder: Kinderkliniken, Universitätskliniken, Ambulatorien, Spezialzentren und Forschungseinrichtungen
- Gehalt: Kein einheitlicher Schwerpunktlohn; entscheidend sind unter anderem Position, Arbeitgeber, Kanton und Anstellungsbedingungen
- Besonderheit: Teile können je nach Programm bereits während der Facharztweiterbildung angerechnet werden
Kinder- und Jugendmedizin – Diese Schwerpunkte gibt es
In der Facharztrichtung Kinder- und Jugendmedizin finden Kinderärzte zahlreiche Schwerpunkt-Weiterbildungen, die eine Spezialisierung auf bestimmte Krankheitsbilder, Organsysteme oder Altersgruppen ermöglichen. Das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) regelt die Anforderungen und Inhalte der einzelnen Schwerpunkte. Zu den anerkannten Schwerpunkten gehören:
- Pädiatrische Endokrinologie-Diabetologie
- Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung
- Pädiatrische Kardiologie
- Pädiatrische Nephrologie
- Neuropädiatrie
- Pädiatrische Onkologie-Hämatologie
- Pädiatrische Pneumologie
- Pädiatrische Rheumatologie
- Entwicklungspädiatrie
- Kindernotfallmedizin
- Kindernotfallmedizin
Jeder Schwerpunkt vermittelt vertiefte Kenntnisse in einem bestimmten Teilgebiet der Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Dadurch lassen sich Diagnostik, Therapie und langfristige Betreuung noch gezielter auf die Bedürfnisse junger Patienten abstimmen.
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Schwerpunkt Pädiatrische Endokrinologie-Diabetologie
Der Schwerpunkt Pädiatrische Endokrinologie-Diabetologie befasst sich mit Erkrankungen des Hormonhaushalts und mit Diabetes bei Kindern und Jugendlichen, etwa Wachstumsstörungen, Pubertätsstörungen, Schilddrüsenerkrankungen und Typ-1-Diabetes.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die analytisch arbeiten und sich für komplexe Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen interessieren
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung
Im Fokus der Pädiatrischen Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung stehen Erkrankungen des Verdauungssystems und der Leber sowie ernährungsmedizinische Fragestellungen bei Kindern, etwa chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Leberfunktionsstörungen oder Ernährungstherapien.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte mit Interesse an endoskopischer Diagnostik und ernährungsmedizinischer Langzeitbetreuung
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Pädiatrische Kardiologie
Fachärzte mit dem Schwerpunkt pädiatrische Kardiologe behandeln angeborene und erworbene Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Kindern, inklusive bildgebender Diagnostik (Echokardiografie), Rhythmusstörungen und Nachsorge nach herzchirurgischen Eingriffen.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte mit Interesse an apparativer Diagnostik und technischen Untersuchungsverfahren
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Neonatologie
Die Neonatologie umfasst die medizinische Versorgung von Früh- und Neugeborenen, darunter Erstversorgung, Intensivmedizin, Ernährung sowie die Begleitung von Eltern in schwierigen Situationen.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die intensivmedizinisch arbeiten und Belastbarkeit in kritischen Situationen mitbringen
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Pädiatrische Nephrologie
Im Mittelpunkt der pädiatrischen Nephrologie stehen Erkrankungen der Nieren und Harnwege bei Kindern, etwa angeborene Fehlbildungen, Nierenfunktionsstörungen und Dialysebehandlung.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die sich für komplexe, organbezogene Langzeitbetreuung interessieren
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Neuropädiatrie
Im Schwerpunkt Neuropädiatrie behandeln Fachärzte neurologische Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindesalter, etwa Epilepsien, neuromuskuläre Erkrankungen und angeborene Fehlbildungen des Nervensystems.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die gerne interdisziplinär arbeiten und Familien über längere Zeit begleiten möchten
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Pädiatrische Onkologie-Hämatologie
Der Schwerpunkt Pädiatrische Onkologie-Hämatologie umfasst Krebserkrankungen sowie Blut- und Gerinnungsstörungen bei Kindern, inklusive Chemotherapie, Supportivtherapie und psychosozialer Begleitung.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die langfristige Patientenbeziehungen schätzen und sich für anspruchsvolle Therapiekonzepte interessieren
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Pädiatrische Pneumologie
Im Fokus der Pädiatrischen Pneumologie stehen Erkrankungen der Lunge und Atemwege bei Kindern, etwa Asthma, Mukoviszidose und chronische Atemwegserkrankungen, inklusive Lungenfunktionsdiagnostik.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte mit Interesse an apparativer Diagnostik und technischen Untersuchungsverfahren
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Pädiatrische Rheumatologie
Behandelt werden hier entzündlich-rheumatische Erkrankungen bei Kindern, etwa juvenile idiopathische Arthritis und Autoimmunerkrankungen.
Dauer der Weiterbildung: 3 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die sich für chronische Verläufe und interdisziplinäre Therapiekonzepte interessieren.
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Entwicklungspädiatrie
Der Schwerpunkt befasst sich mit Entwicklungsauffälligkeiten und Fördermöglichkeiten bei Kindern, etwa Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten und Frühförderung.
Dauer der Weiterbildung: 2 Jahre
Für wen interessant?: Ärzte, die gerne interdisziplinär arbeiten und Familien über längere Zeit begleiten möchten.
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Schwerpunkt Kindernotfallmedizin
Der Schwerpunkt Kindernotfallmedizin umfasst akute Erkrankungen und Verletzungen sowie deren Erstbeurteilung und Erstbehandlung bei Kindern und Jugendlichen.
Dauer der Weiterbildung: 2 Jahre
Für wen interessant?: Kinderärzte, die schnelle Entscheidungen treffen können und wollen, sowie Belastbarkeit und sicheres Handeln unter Zeitdruck garantieren können
Weitere Informationen zu dieser Schwerpunkt-Ausbildung beim SIWF:
Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkte – Karriere und Lohn in der Schweiz
Eine Schwerpunkt-Weiterbildung eröffnet Kinder- und Jugendmedizinern zusätzliche berufliche Perspektiven. Durch die Spezialisierung auf bestimmte Krankheitsbilder oder Patientengruppen erweitert sich das mögliche Tätigkeitsspektrum in der spezialisierten Versorgung. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem in spezialisierten Kinderkliniken, universitären Zentren, Ambulatorien oder interdisziplinären Behandlungsteams. Darüber hinaus kann eine Schwerpunktqualifikation den Weg zu einer Oberarztstelle oder später zu einer leitenden Position erleichtern. Besonders in spezialisierten Bereichen bieten sich zudem Möglichkeiten in Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Projekten.
Der Lohn richtet sich in der Schweiz unter anderem nach Funktion, Berufserfahrung, Arbeitgeber, Kanton sowie den jeweiligen arbeitsvertraglichen oder tariflichen Regelungen. Für einen pädiatrischen Schwerpunkt gibt es keinen schweizweit einheitlichen Gehaltsaufschlag. Eine Schwerpunktqualifikation kann jedoch für spezialisierte Funktionen und die weitere fachliche Karriere relevant sein.
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Häufige Fragen zu den Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkten
- Welche Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkte gibt es in der Schweiz?
- Wie lange dauern die Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkte?
- Welche Voraussetzungen gelten für die Schwerpunkt-Weiterbildungen in Kinder- und Jugendmedizin?
- Für wen sind die Schwerpunkte in der Kinder- und Jugendmedizin geeignet?
- Wie hoch ist das Gehalt mit einem Schwerpunkt in Kinder- und Jugendmedizin?
Zu den Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkten gehören unter anderem die Neonatologie, Neuropädiatrie, pädiatrische Kardiologie, pädiatrische Pneumologie und Kindernotfallmedizin. Zusätzlich gibt es weitere Spezialisierungen wie die Entwicklungspädiatrie oder die pädiatrische Onkologie-Hämatologie.
Neun der elf Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkte dauern drei Jahre. Die Entwicklungspädiatrie und die Kindernotfallmedizin umfassen jeweils zwei Jahre Weiterbildung.
Für die pädiatrischen Schwerpunkte ist grundsätzlich der Facharzttitel Kinder- und Jugendmedizin erforderlich. Die Kindernotfallmedizin kann zusätzlich mit einem Facharzttitel Kinderchirurgie erworben werden. Je nach Schwerpunkt kann ein Teil der Weiterbildung bereits während der Facharztweiterbildung angerechnet werden.
Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkte eignen sich für Pädiater und angehende Kinderärzte, die sich auf bestimmte Erkrankungen, Organsysteme oder Altersgruppen spezialisieren möchten. Je nach Schwerpunkt stehen technische, analytische, notfallmedizinische oder interdisziplinäre Tätigkeiten im Vordergrund.
Für Ärzte mit einem Kinder- und Jugendmedizin Schwerpunkt gibt es keinen schweizweit einheitlichen Lohn. Entscheidend sind insbesondere Funktion, Berufserfahrung, Arbeitgeber, Kanton und die jeweiligen Anstellungsbedingungen.











