
Ein Mentor kann in der ärztlichen Laufbahn vieles verändern: Klarheit schaffen, neue Wege aufzeigen und die persönliche Entwicklung beschleunigen. Gerade in der Schweiz, wo Weiterbildungsmöglichkeiten und Spezialisierungswege komplex sein können, lohnt es sich, gezielt einen Mentor zu finden. Wer dabei strategisch vorgeht, profitiert von praxisnaher Unterstützung, besserer Karriereplanung und stärkeren Netzwerken.
Inhaltsverzeichnis
Überblick: Mentor finden
- Wer als Arzt einen Mentor finden will, profitiert beruflich wie persönlich von Erfahrung, Orientierung und Unterstützung.
- Mentoring in der Schweiz wird durch Programme wie Coach my Career oder die SGAIM aktiv gefördert.
- Mentor finden gelingt durch gezielte Suche im Umfeld, strukturierte Programme oder persönliche Ansprache auf Kongressen.
- Erfolgreiches Mentoring basiert auf Vertrauen, Zielklarheit und regelmässigem Austausch.
Warum Mentoring Ärzte weiterbringt
Mentoring bedeutet, dass ein erfahrener Kollege sein Wissen, seine Erfahrungen und sein Netzwerk teilt, um Dich auf Deinem Weg zu unterstützen. Dabei entsteht eine Beziehung, die nicht nur fachlich weiterhilft, sondern auch persönlich stärkt – sei es bei Entscheidungen zur Spezialisierung, im Umgang mit Belastungen oder beim Aufbau von Führungskompetenzen.
Ein Mentor bringt Perspektiven ein, die Du allein oft nicht erkennst. So wirst Du sicherer in Deiner Entscheidungsfindung, entwickelst Soft Skills und lernst den Umgang mit Herausforderungen, die in keinem Lehrbuch stehen.
Mentor finden: So gelingt der Einstieg in der Schweiz
Einen geeigneten Mentor zu finden, erfordert Initiative und etwas strategisches Vorgehen. In der Schweiz gibt es dafür verschiedene Wege – von strukturierten Programmen bis hin zur aktiven Ansprache im Alltag.
Strukturierte Programme für Ärzte
Verschiedene Institutionen und Fachgesellschaften bieten Mentoring-Programme an, die Dir helfen, einen passenden Mentor zu finden:
- Coach my Career: Ein FMH‑Programm, das jungen Ärzten beim Berufsweg Orientierung bietet. Es bringt erfahrene Mentoren und angehende Fachärzte systematisch zusammen.
- SGAIM-Mentoring: Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin fördert aktiv den Austausch zwischen erfahrenen Ärzten und dem Nachwuchs.
- Universitäre Mentoring-Initiativen: Etwa an der Universität Zürich, wo strukturierte Programme im medizinischen Bereich etabliert sind.
Solche Angebote erleichtern nicht nur den Kontakt zu potenziellen Mentoren, sondern stellen auch Rahmenbedingungen sicher, die für nachhaltige Beziehungen entscheidend sind.
Im eigenen Umfeld gezielt suchen
Oft lässt sich ein Mentor auch im beruflichen Alltag finden. Überlege, welcher Arzt Dich durch seine Haltung, seinen Werdegang oder seine Kommunikation beeindruckt. Eine direkte, aber respektvolle Anfrage – idealerweise mit einem klar formulierten Anliegen – zeigt Wertschätzung und Interesse.
Frage nicht vage nach „Mentoring“, sondern konkret nach einem Austausch zu einem bestimmten Thema oder einer beruflichen Entscheidung. Daraus kann sich ein längerfristiger Kontakt entwickeln.
Fachkongresse und Fortbildungen nutzen
Veranstaltungen, Kongresse oder Seminare bieten oft eine ungezwungene Gelegenheit, erfahrene Kollegen kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen. Auch hier gilt: Wer aktiv und interessiert auf andere zugeht, hat beste Chancen, einen Mentor zu finden, der fachlich und menschlich zu den eigenen Zielen passt.
Was ein gutes Mentoring ausmacht
Ist der Kontakt einmal hergestellt, entscheidet vor allem die Qualität der Beziehung über den Erfolg. Mentoring funktioniert nur, wenn Vertrauen, Offenheit und eine klare Zielorientierung gegeben sind.
Erwartungen definieren
Sprich offen über Deine Erwartungen: Willst Du Dich in einer Spezialisierung orientieren? Suchst Du Unterstützung beim Berufseinstieg, beim wissenschaftlichen Arbeiten oder bei Führungsaufgaben? Je klarer Deine Ziele, desto besser kann ein Mentor Dich begleiten.
Regelmässiger, strukturierter Austausch
Mentoring ist keine gelegentliche Plauderei. Plane feste Termine, bereite Themen vor und reflektiere gemeinsam Fortschritte. Ein strukturierter Austausch auf Augenhöhe bringt spürbare Ergebnisse – besonders dann, wenn auch Rückmeldungen offen besprochen werden.
Verantwortung übernehmen
Auch wenn Du einen Mentor gefunden hast: Deine Weiterentwicklung liegt in Deiner Hand. Zeige Eigeninitiative, verarbeite Feedback aktiv und nimm Veränderungen selbst in die Hand. Mentoring ist kein Coaching „auf Bestellung“, sondern eine gemeinsame Entwicklungspartnerschaft.
Fazit
Einen Mentor zu finden ist für Ärzte in der Schweiz ein entscheidender Schritt, um den eigenen Berufsweg gezielter und erfolgreicher zu gestalten. Ob über Programme wie Coach my Career oder durch eigene Initiative – wer bewusst sucht, profitiert nachhaltig. Mentoring stärkt fachliche Fähigkeiten, persönliche Klarheit und eröffnet oft Türen, die sonst verschlossen bleiben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, aktiv zu werden und den Mentor zu finden, der Dich weiterbringt.
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Häufige Fragen
- Warum sollte ich als Arzt in der Schweiz gezielt einen Mentor finden?
- Wann ist der beste Zeitpunkt, um einen Mentor zu finden?
- Wo kann ich als junger Arzt in der Schweiz einen Mentor finden?
- Was macht eine gute Beziehung aus, wenn ich einen Mentor finden will?
- Kann ich auch mehrere Mentoren finden – zum Beispiel für unterschiedliche Themenbereiche?
Einen Mentor zu finden kann Deine berufliche Entwicklung beschleunigen, weil Du von der Erfahrung, dem Netzwerk und dem Wissen eines etablierten Arztes profitierst. Gerade in der komplexen Weiterbildungsstruktur der Schweiz bietet Mentoring wertvolle Orientierung.
Der ideale Zeitpunkt, um einen Mentor zu finden, ist zu Beginn oder während der ärztlichen Weiterbildung. Doch auch Fachärzte oder Ärzte mit Führungsverantwortung profitieren davon, wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt einen passenden Mentor finden.
Einen Mentor findest Du über strukturierte Programme wie Coach my Career, über Fachgesellschaften oder durch persönliche Kontakte im Spital. Auch gezielte Gespräche bei Kongressen oder Fortbildungen helfen, einen geeigneten Mentor zu finden.
Wer einen Mentor finden möchte, sollte auf Vertrauen, klare Zielvereinbarungen und regelmässigen Austausch achten. Ein erfolgreiches Mentoring entsteht, wenn beide Seiten offen kommunizieren und die Beziehung aktiv gestalten.
Ja, es ist durchaus sinnvoll, mehrere Mentoren zu finden, etwa für verschiedene Aspekte wie Karriereplanung, Forschung oder klinische Praxis. Entscheidend ist, dass jeder Mentor gezielt in dem Bereich unterstützt, in dem Du Orientierung suchst.










