
Die Schweizer Krankenkassen verschicken noch immer viele Dokumente auf Papier. Eine Motion im Parlament will die Digitalisierung bei den Krankenkassen beschleunigen: Digital soll zum Standard werden und Papier zur kostenpflichtigen Ausnahme.
Überblick: Digitalisierung bei den Krankenkassen
- Die Digitalisierung bei den Krankenkassen soll Verwaltungskosten senken, weil Papierpost teuer ist
- Geprüft wird ein Zuschlag für Papierunterlagen; Ausnahmen sollen möglich bleiben
- Damit „digital“ wirklich spart, braucht es sichere Portale, Standards und klare Regeln
Papierpost als Kostentreiber
Laut Begründung der Motion gehen die Kosten weit über das Porto hinaus: Druck, Kuvertierung und Logistik fallen zusätzlich an. Für die Krankenkassen wird der jährliche Gesamtaufwand für Postversand auf rund 100 Millionen Franken oder mehr geschätzt. Ausserdem ist von rund zwei Millionen Kunden die Rede, die weiterhin Papierpost verlangen.
Was die Motion ändern will
Die Motion von Nationalrat Michaël Buffat (SVP/VD) fordert eine Gesetzesänderung, damit digitale Kommunikationskanäle in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung verbindlich vorgeschrieben werden können. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob Empfänger, die auf Papier bestehen, pauschale Zuschläge zahlen müssen. Der Bundesrat soll nötige Ausnahmen per Verordnung festlegen können, zum Beispiel aus Datenschutzgründen.
Was sich für den Kunden im Alltag ändern könnte
Heute ist elektronische Zustellung häufig an eine aktive Einwilligung gebunden (z.B. via Kundenportal). Wer dem digitalen Kanal zustimmt, muss dann auch selbst regelmässig prüfen, ob neue Mitteilungen eingegangen sind.
Mit einer verbindlicheren Digitalisierung bei den Krankenkassen würde sich der Standard drehen: „digital zuerst“, Papier nur noch auf Wunsch – und womöglich gegen Gebühr. Entscheidend wird sein, wie fair Ausnahmen geregelt werden (z.B. bei fehlendem Zugang oder wenn Papier in Einzelfällen weiterhin sinnvoll bleibt).
Digitalisierung bei den Krankenkassen ist mehr als ein PDF im Postfach
Echte Effizienz entsteht erst, wenn Prozesse Ende-zu-Ende digital laufen – auch zwischen Leistungserbringer und Versicherer. Dafür existieren in der Schweiz etablierte Bausteine: SHIP soll administrative Vorgänge in Echtzeit digital abwickeln und Aufwand reduzieren; es basiert auf eCH-Standards, die Datenmodelle und Meldelogik für den Austausch definieren.
Auch im Abrechnungsbereich ist Standardisierung zentral: Versicherer verweisen beim elektronischen Datenaustausch auf die XML-Standards des Forums Datenaustausch (inklusive Vorgaben zu Prozessen und sicherer Übermittlung).
Kontext: E-GD, DigiSanté und datenbasierte Empfehlungen
Die Digitalisierung bei den Krankenkassen läuft parallel zu grossen Bundesprojekten. 2025 hat der Bundesrat die Neuausrichtung hin zum elektronischen Gesundheitsdossier E‑GD beschlossen: Es soll automatisch und kostenlos bereitstehen (mit Widerspruchsmöglichkeit) und Gesundheitsinformationen bündeln.
Mit DigiSanté (2025–2034) soll die digitale Transformation im Gesundheitswesen systematisch vorangetrieben werden – von Standardisierung bis Datennutzung. Zudem wird die Rolle der Kassen datengetriebener: Ab Juli 2026 sollen Krankenkassen gemäss Berichten Abrechnungsdaten nutzen dürfen, um persönliche Empfehlungen abzugeben.
Fazit
Die Digitalisierung bei den Krankenkassen könnte vom freiwilligen Angebot zum Default werden: weniger Papier, schnellere Kommunikation und tiefere Prozesskosten. Akzeptanz entsteht aber nur, wenn digitale Kanäle barrierearm, sicher und verlässlich sind und Papierausnahmen fair bleiben.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Digitalisierung bei den Krankenkassen konkret für meine Unterlagen?
- Ist Digitalisierung bei den Krankenkassen automatisch günstiger für mich?
- Was mache ich, wenn ich wegen fehlendem Internet nicht von der Digitalisierung bei den Krankenkassen profitieren kann?
- Wann kommt die Digitalisierung bei den Krankenkassen verbindlich?
Die Digitalisierung bei den Krankenkassen bedeutet, dass Policen, Mitteilungen und Abrechnungsinfos standardmässig digital zugestellt werden können und Papier eher zur Ausnahme wird.
Die Digitalisierung bei den Krankenkassen kann Prozesse billiger machen, aber ob und wie schnell sich das in tieferen Kosten zeigt, hängt von Umsetzung, Ausnahmen und tatsächlichen Einsparungen ab.
Bei der Digitalisierung bei den Krankenkassen sind Ausnahmen entscheidend: Wenn du keinen verlässlichen Zugang hast, muss es praktikable Alternativen geben, damit du weiterhin rechtssicher informiert wirst.
Die Digitalisierung bei den Krankenkassen ist politisch angestossen, aber der genaue Zeitpunkt hängt vom weiteren Parlamentsverfahren und der späteren Umsetzung in Gesetz und Verordnung ab.












