/www.praktischarzt.ch
  • Login
    • Bewerber
    • Arbeitgeber
/www.praktischarzt.ch
  • Login
  • Bewerber Registrierung Arbeitgeber Registrierung
  • Stellenangebote
    • Stellenangebote
      • Assistenzarzt
      • Facharzt
      • Oberarzt
      • Leitender Arzt
      • Chefarzt
      • Ärztestellen
      • Unterassistent
  • Mein Lebenslauf
  • Arbeitgeber entdecken
    • Arbeitgeber entdecken
      • Alle Arbeitgeber
      • Kliniken
      • Unternehmen
      • Arztpraxen und MVZ
  • Arztkarriere
    • Arztkarriere
      • Arzt
      • Medizinstudent
  • Magazin
  • Für Arbeitgeber

praktischArzt Magazin Cannabis als Medizin in der Schweiz? Rechtslage & Einsatzbereiche 2026

Cannabis als Medizin in der Schweiz? Rechtslage & Einsatzbereiche 2026

Cannabis Als Medizin In Der Schweiz Rechtslage Einsatzbereiche
Zuletzt aktualisiert: 11.09.2026
Themen: News
Mail Icon WhatsApp Icon Instagram Icon Facebook Icon LinkedIn Icon

Die Schweizer Cannabispolitik ist in Bewegung. Was 2022 noch als vorsichtiger Test begann, hat sich inzwischen zu mehreren wissenschaftlich begleiteten Pilotversuchen entwickelt. Gleichzeitig arbeitet die Politik an einem neuen Cannabisproduktegesetz, das Erwachsenen künftig einen regulierten Zugang zu Cannabis ermöglichen könnte. Eine allgemeine Legalisierung von Cannabis gibt es in der Schweiz jedoch auch 2026 noch nicht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Begriffliche Klarstellung
  2. Was bereits möglich ist
  3. Rechtslage
  4. Pilotprojekt
  5. Wirkung und Einsatzbereiche
  6. Ausblick

Für Cannabis mit einem THC-Gehalt von mindestens einem Prozent gelten weiterhin die Bestimmungen des Betäubungsmittelrechts. Anbau, Herstellung, Handel und Konsum zu nicht medizinischen Zwecken sind ausserhalb der genehmigten Pilotversuche grundsätzlich verboten. Eine Besonderheit gilt beim Besitz: Wer als erwachsene Person bis zu zehn Gramm Cannabis für den eigenen Konsum besitzt, macht sich dadurch allein nicht strafbar. Der Konsum selbst kann dagegen mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken geahndet werden.

Anders sieht es bei medizinischem Cannabis aus. Seit August 2022 können Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz Cannabisarzneimittel ohne vorherige Ausnahmebewilligung des Bundesamtes für Gesundheit verschreiben.

Cannabis, Marihuana und Haschisch: Was ist der Unterschied?

Die Begriffe Cannabis, Marihuana und Haschisch werden häufig synonym verwendet, bezeichnen aber nicht genau dasselbe.

Cannabis ist zunächst die botanische Bezeichnung für Hanf. Als Marihuana werden üblicherweise die getrockneten Blüten der weiblichen Cannabispflanze bezeichnet. Haschisch wird dagegen aus dem Harz der Pflanze hergestellt.

Zu den bekanntesten Inhaltsstoffen der Cannabispflanze gehören Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC). THC besitzt eine psychoaktive und berauschende Wirkung. CBD wirkt dagegen nicht berauschend.

Für die rechtliche Einordnung in der Schweiz spielt vor allem der THC-Gehalt eine wichtige Rolle. Cannabisprodukte mit weniger als einem Prozent THC fallen grundsätzlich nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jedes CBD-Produkt frei verkauft werden darf. Je nachdem, ob es sich beispielsweise um ein Lebensmittel, Kosmetikum, Arzneimittel oder Tabakersatzprodukt handelt, gelten zusätzliche Vorschriften. Gerade CBD-haltige Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel unterliegen strengen Vorgaben.

Ist Cannabis in der Schweiz 2026 legal?

Eine vollständige Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken gibt es in der Schweiz bislang nicht.

Cannabis mit einem THC-Gehalt von mindestens einem Prozent gilt weiterhin als Betäubungsmittel. Ohne entsprechende Bewilligung sind insbesondere Anbau, Herstellung, Handel und Verkauf grundsätzlich verboten. Auch der Konsum bleibt ausserhalb der laufenden Pilotversuche rechtswidrig.

Für Erwachsene gilt jedoch eine wichtige Besonderheit: Der Besitz von bis zu zehn Gramm Cannabis für den eigenen Konsum wird nicht bestraft. Das sollte nicht mit einer Legalisierung verwechselt werden. Wer Cannabis konsumiert, kann weiterhin eine Ordnungsbusse erhalten.

Cannabis mit weniger als einem Prozent THC unterliegt dagegen nicht dem Betäubungsmittelgesetz. So können beispielsweise CBD-reiche Cannabisblüten mit weniger als einem Prozent THC grundsätzlich legal verkauft und erworben werden, sofern auch die übrigen gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Medizinisches Cannabis in der Schweiz: Seit 2022 einfacher auf Rezept

Bei Cannabis zu medizinischen Zwecken hat sich die Rechtslage bereits grundlegend geändert. Seit dem 1. August 2022 benötigen Ärztinnen und Ärzte keine Ausnahmebewilligung des Bundesamtes für Gesundheit mehr, um Cannabisarzneimittel zu verschreiben.

Damit wurde der Zugang für Patientinnen und Patienten deutlich vereinfacht. Cannabisarzneimittel können unter anderem als individuell in der Apotheke hergestellte Rezepturen oder in Form anderer medizinischer Cannabispräparate verschrieben werden. Auch Cannabisblüten können als Cannabisarzneimittel eingesetzt werden.

In der medizinischen Praxis kommen Cannabisarzneimittel insbesondere bei chronischen Schmerzen, neuropathischen oder krebsbedingten Schmerzen, Spastik und Krämpfen bei neurologischen Erkrankungen sowie bei Übelkeit und Appetitverlust während einer Chemotherapie zum Einsatz. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, muss individuell ärztlich beurteilt werden.

Übernimmt die Krankenkasse medizinisches Cannabis?

Eine ärztliche Verschreibung bedeutet nicht automatisch, dass die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten übernimmt.

Cannabisarzneimittel werden in der Schweiz derzeit grundsätzlich nur in Ausnahmefällen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung vergütet. Eine Kostenübernahme kann unter bestimmten Voraussetzungen als Einzelfallvergütung möglich sein und setzt in der Regel eine Kostengutsprache des Versicherers voraus.

Cannabis auf Rezept in Deutschland

Auch in Deutschland kann medizinisches Cannabis ärztlich verschrieben und über eine Apotheke bezogen werden. Seit dem 1. April 2024 wird Medizinalcannabis nicht mehr nach den bisherigen Betäubungsmittelvorschriften behandelt. Ein spezielles Betäubungsmittelrezept ist daher für die üblichen Cannabisarzneimittel nicht mehr erforderlich. Die ärztliche Verschreibungspflicht besteht jedoch weiterhin.

Ausführliche Informationen zu Voraussetzungen, Privatrezept, Kosten und Bezugsmöglichkeiten finden sich in unserem Ratgeber „Cannabis auf Rezept in Deutschland“.

Die deutsche Gesetzgebung befindet sich allerdings erneut in Bewegung. Ein Gesetzentwurf sieht insbesondere für Cannabisblüten strengere Regeln vor. Geplant sind unter anderem ein persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient bei der Verschreibung sowie Einschränkungen beim Versandhandel. Stand September 2026 sind diese geplanten Verschärfungen jedoch noch Gegenstand des Gesetzgebungsverfahrens und nicht Bestandteil des derzeit geltenden Medizinal-Cannabisgesetzes.

Pilotversuche: Cannabis wird in mehreren Schweizer Städten legal abgegeben

Ein wichtiger Baustein auf dem möglichen Weg zu einer neuen Cannabisregulierung sind die seit einigen Jahren laufenden Pilotversuche.

Die gesetzliche Grundlage dafür trat bereits im Mai 2021 in Kraft. Im Rahmen dieser Studien darf Cannabis zu nicht medizinischen Zwecken kontrolliert an registrierte erwachsene Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgegeben werden. Ziel ist es, herauszufinden, welche Auswirkungen ein regulierter Zugang auf Konsumverhalten, Gesundheit, Schwarzmarkt und Gesellschaft hat.

Inzwischen laufen sieben bewilligte Pilotversuche. Dazu gehören unter anderem Projekte in Zürich, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Lausanne und Genf sowie Studien in Bern, Biel und Luzern. Getestet werden verschiedene Modelle der Cannabisabgabe, beispielsweise über Apotheken, nicht gewinnorientierte Verkaufsstellen und Cannabis Social Clubs.

Das Zürcher Projekt ZüriCan läuft beispielsweise von März 2023 bis Oktober 2026 und umfasst unterschiedliche Bezugsmodelle über Apotheken, das Drogeninformationszentrum sowie Social Clubs.

Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass die Pilotversuche grundsätzlich gut angenommen werden. Ein vom Bundesamt für Gesundheit veröffentlichter Bericht aus dem Jahr 2026 fasst die Erfahrungen der Projekte bis Juli 2025 zusammen. Die endgültigen Ergebnisse sollen in die weitere politische Diskussion über eine mögliche Regulierung des Cannabismarktes einfliessen.

Cannabis-Legalisierung in der Schweiz: Neues Cannabisproduktegesetz geplant

Parallel zu den Pilotversuchen arbeitet die Schweiz inzwischen an einer umfassenderen gesetzlichen Neuregelung.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat einen Entwurf für ein neues Cannabisproduktegesetz erarbeitet. Das Ziel ist ein streng regulierter legaler Zugang zu Cannabis für Erwachsene. Vorgesehen sind unter anderem Regeln für Anbau, Herstellung und Verkauf sowie ein starker Fokus auf Jugend-, Gesundheits- und Konsumentenschutz

Mehr zum Thema

Medizinisches Cannabis Schmerzlindernd
News
Hilft Marihuana bei Schmerz wirklich?
08.05.2020
Weiterlesen
Medizinisches Cannabis: In der Schweiz bald mit Rezept?
News
Medizinisches Cannabis bald auf Rezept?
21.11.2019
Weiterlesen
Medizincanabis Nationalrat Vereinfacht Zugang
News
Abgabe von Cannabis: Nationalrat vereinfacht Zugang
16.12.2020
Weiterlesen
Redaktion
praktischArzt
praktischArzt
Redaktionsteam
Veröffentlicht am: 07.06.2022
Artikel teilen
Mail Icon WhatsApp Icon Instagram Icon Facebook Icon LinkedIn Icon

Themen

  • News
  • Weniger anzeigen
Mehr anzeigen
< Vorheriger Artikel Nächster Artikel >

Neueste Arztstellen

Neueste Arztstellen

Standortleiter*in und Fachärzt*in Allgemeine Innere Medizin, 80-100%
Wil
Kaderärztin/-arzt Gefässchirurgie 100% (m/w/d)
St. Gallen
Co-Chefarzt/Chefärztin mit Option Chefarzt/Chefärztin Allgemeine Innere Medizin (80-100 %)
Savognin
Oberarzt (m/w/d) Innere Medizin
Mallersdorf-Pfaffenberg
Alle Arztstellen ansehen >>

Registrierung Newsletter

Newsletter abonnieren

Mit dem praktischArzt Newsletter aktuelle Infos zu Karriere und Medizin erhalten.

Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen

Whitepaper

Whitepaper & Tools

Passende Whitepaper & Tools zum Themengebiet.

Arzt Jobs

Arzt Stellenangebote

Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Assistenzarzt/-ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Facharzt/-ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Oberarzt/ärztin Stellenangebote
Aerzteversorung Und Berufsunfähigkeit
Chefarzt/ärztin Stellenangebote
Alle Arztstellen ansehen >>

Jobs per Mail erhalten

Jobs per Mail erhalten

Erhalte die neuesten Job für jede Suchanfrage kostenlos per E-Mail.

Jetzt aktivieren

Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung. Abmeldung jederzeit möglich.

 
footer_logo
  • +49 621 180 64 150
  • kontakt@praktischarzt.ch
Arbeitgeber
  • Warum praktischArzt?
  • Stelle schalten
  • Preise
  • Mediadaten
Jobsucher
  • Arzt Karriere
  • Medizinstudium
Direktsuche
  • Assistenzarzt Jobs
  • Facharzt Jobs
  • Oberarzt Jobs
  • Chefarzt Jobs

© 2026 praktischArzt
  • Impressum
  • Kontakt
  • AGB
  • Datenschutz
  • Gender-Hinweis
JETZT den praktischArzt Newsletter abonnieren

Erhalte alle 14 Tage

  • Aktuelle Karriere-Informationen
  • Neueste Jobangebote
  • News aus Gesundheitspolitik & Medizin
Bitte eine gültige E-Mail-Adresse eingeben
Es gelten unsere AGB und Datenschutzerklärung.

E-Mail-Adresse bestätigen